Mittwoch, 27. Februar 2013

Mount Cameroon 2

Trotz all der aktuellen Ereignisse, ihr habt sicher von der Entführung der französischen Familie gelesen und gerad kam die Nachricht, daß mehrere Hotels in Limbe ausgeraubt wurden, wo wir am Sonntag noch waren, haben wir eine 5-tägige Tour auf den Mount Cameroon gemacht. Die regelmäßigen Blog-Leser wissen, daß wir bereits Weihnachten 2010 schon mal eine Tour gemacht haben, allerdings nur für 3 Tage. Dieses Mal waren es 5 Tage und wir waren zu viert (Mathieu, Mathelehrer am Grand Fustel, Ludo, Manu's Bruder, Manu und ich). Und die Strecke ist wesentlich länger. Diesmal geht es in Bokwango los (dort sind wir beim letzten Mal angekommen). Von dort geht es nach Mann's Spring, wo wir die erste Nacht verbringen. Am nächsten Tag machen wir uns dann auf nach zum Summit Camp II, das liegt etwas unterhalb des Gipfels auf 3435m Höhe. Dort verbringen wir die zweite Nacht, zitternd und frierend, da hier ein eisiger Wind weht. Tag drei stehen der Gipfel (4095m) und dann der Abstieg zum Mosingile Camp (ca. 1800m Höhe) auf dem Programm. Dies wird einer unserer längsten Tage, fast 10 Stunden sind wir unterwegs. Am vierten Tag geht es dann noch einmal bergauf zu einer verlassenen Radiostation in 2500m Höhe (wir sind uns nicht ganz sicher, ob diese nun von Deutschen oder Engländern errichtet wurde, es gibt nämlich zwei). Dort verbringen wir unsere letzte Nacht. früh morgens am 5. Tag, im dichten Nebel, machen wir uns dann auf den Rückweg. Das heißt absteigen auf etwa 900m, mittags erreichen wir dann Bonakanda, unser Endziel. Die Tour war ziemlich anstrengend aber insgesamt für mich angenehmer, als die erste Tour. Als wir in Bonakanda ankommen, erreichen uns die aktuellen Infos der entführten französischen Familie, zwei der Jungs gehen auf meine Schule. Diese Nachricht haut uns erste einmal wortwörtlich von den Socken. Wir kehren mit dem Taxi nach Buea zurück. Mathieu setzen wir an der Busstation ab und wir fahren weiter, um eine Nacht in einem Hotel in Limbé zu verbingen. Dort genießen wir Meer, Strand und ein kühles Getränk (oder auch zwei). Zum Abendessen gibt es fangfrische Krabben, hmmmmm. Sonntag machen wir uns dann auf den Weg nach Kumba, von dort wollen wir eigentlich die RingRoad erforschen. Durch die Entführung ist die Grenze zu Nigeria jedoch quasi Sperrgebiet. Nachdem Korruption und Anarchie die Oberhand gewinnen, als wir Sonntag nachmittag einen See in der Nähe von Kumba besuchen wollen und nachdem wir auf der Piste in ein Schlammloch rutschen mit dem Auto und es eine halbe Ewigkeit dauert, bis wir wieder "frei" sind, beschließen wir, am nächsten Morgen uns in Richtung Heimat zu begeben. Also geht es am Montagmorgen von Kumba nach Loum über eine recht holprige Piste. Für 34 km brauchen wir 2 Stunden. Die Stimmung ist getrübt, aus vielerlei Gründen. Ausschlaggebend ist dann die Piste, daß wir uns entscheiden, am selben Tag nach Yaoundé zurückzukehren. Montag Abend um 19.30 Uhr kommen wir erschöpft zu Hause an. Trotz einem chaotischen Ende, war es mal wieder eine beeindruckende Reise. Alles weitere lasse ich die gemachten Fotos erzählen. Lasst es euch gut gehen, passt auf euch auf :)

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