Donnerstag, 24. Januar 2013

Sie haben eine Email im Posteingang...

Heute morgen öffne ich nichtsahnend meinen Email-Posteingang und finde die Email eines Kollegen, Betreff: Das ist auch Kamerun... Klingt erst einmal interessant, denke ich mir und öffne die Mail. Eingefügt ist ein Link:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2266688/Families-daughters-18-young-women-mutilated-murdered-Yaounde-Cameroon.html
http://www.afrik.com/cameroun-proliferation-des-crimes-contre-les-femmes
http://edition.cnn.com/2013/01/22/world/africa/cameroon-ritual-killings/index.html?hpt=hp_t3
Ohoh, denke ich mir. Das klingt nicht gut. Und es ist auch nicht gut, 18 tote, junge, verstümmelte Frauen, weggeworfen in den Straßen von Yaoundé. Und das innerhalb von zwei Wochen. Und anscheinend weiß keiner so wirklich, wer der Täter ist. Gemunkelt wird über Okkultismus und okkulte Rituale. Bis 1970 gab es in Kamerun die Tradition, daß bestimmte Körperteile Glück und Reichtum bringen könne oder daß ein Menschenopfer dir zu Glück verhilft. Deswegen fehlen dieses jungen Opfern (alle zwischen 18 und 26 Jahren) Haare, Zungen, Augen, Brüste und Geschlechtsteile. Die Familien in den beiden betroffenen Stadtteilen trauen sich nicht mehr, ihre Töchter nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße zu lassen.
Ich fühle mich gerade so unglaublich ohnmächtig. Es passiert so viel Schreckliches in dieser Welt und allzu oft sind die Opfer Mädchen oder Frauen. Häusliche Gewalt, Missbrauch, Misshandlungen, Vergewaltigung, und so weiter. Körperlich gesehen sind wir das "schwächere" Geschlecht - aber rechtfertig das wirklich diese ganze Gewalt und Brutalität?
Natürlich ist Gewalt und Brutalität in welcher Form auch immer und gegen wen auch immer nie gerechtfertigt. Aber manchmal kann ich nachvollziehen, warum Gewalt Gegengewalt erzeugt, an Tagen wie diesen, wo ich an meine eigenen Grenzen stoße, auch an die Grenzen, Frau zu sein. An Tagen wie diesen, wo ich einfach unglaublich wütend bin und nicht weiß, wohin mit meiner Wut. Wozu sollen wir denn unsere zukünftigen Töchter und Söhne erziehen? Dazu, daß wir in dieser Welt gleichberechtigt sind? Dazu, daß sie in dem Glauben leben, wir hätten eine gerechte Welt? Ich meine, schauen wir uns doch alleine das Rechtssystem in Deutschland an: Jemand der vergewaltigt, bekommt vielleicht ein paar Jahre, Sklavenhandel (je nachdem welchen Ausmaßes) da kann die Strafe sogar auf Bewährung ausgesetzt werden, Menschenhandel ebenfalls. Na da lob ich mir doch das deutsche Rechtssystem (aber nicht nur das).
Welche Werte zählen denn überhaupt noch? Wie kann man noch an das Wort der Bibel glauben? Die 10 Gebote haben allesamt ihre Bedeutung verloren. Und was habe ich davon, wenn ich sie respektiere aber mein Gegenüber sich nen Dreck drum schert? Mach ich diese Welt dann besser, bloß weil ich nach den 10 Geboten gelebt habe, dem Prinzip der Nächstenliebe gefolgt bin und trotzdem tagtäglich miterlebe, wie alle Werte, die ich gelernt habe, mit Füßen getreten werden und im Mülleimer landen?

Und die Geschichte oben zeigt wieder einmal, wenn sie sich denn tatsächlich im Rahmen des "Glaubens" (okkultem Glauben - aber trotzdem der Glaube an etwas) abspielt, wie gefährlich dieser ganze Glaubenskram ist. Ja, ich weiß, ich trete jetzt allen auf die Füße, die nicht aggressive oder gewaltätig im Namen ihres Glaubens handeln. Aber was hilft euer Glaube in dieser Welt denn? Hilft er den Menschen in Mali, Afghanistan oder sonst wo auf dieser Welt, aggressive Kampfhandlungen zu überleben? Hilft den Menschen auf der Welt, nicht mehr zu hungern? Hilft er gegen Krankheiten, Neid und Rassismus? Hilft gegen das "Gesetz des Stärkeren" (ich nehme mir, was ich will, weil ich in welcher Form auch immer stärker bin, als du?)? Oder ist es nicht gerade der Glaube an etwas, der an dem Übel dieser Welt beteiligt ist? Ja, ich weiß auch, Gott gab den Menschen die Welt und sagte ihnen, sie sollen sich diese zu Untertan machen... Das ist also das Ergebnis, daß wir verantwortlich gemacht wurden? Zu dumm nur, daß die, die im Namen ihres Glaubens das Böse in diese Welt bringen, den Ball zurückspielen und ihrem Gott die Verantwortung geben. Denn dann muss man sich selbst nicht mehr kümmern.
Ein anderes Beispiel: die junge Frau in Indien, die vergewaltigt wurde und schwer verletzt auf der Straße landete und letztendlich verstarb. Es gab jemanden in Indien, der gesagt hat, sie habe ein kleines bißchen Mitschuld an ihrer Situation getragen, da sie in den Bus gestiegen sei. Selbst wenn man ihr diese Mitschuld geben könnte, gibt DAS dann jemand anderem das Recht, über sie herzufallen, sie zu misshandeln, zu schänden, zu demütigen, zu verletzen? Und letztendlich den Tod eines anderen Menschen zu verursachen?
Tut mir Leid, aber ich fühl mich gerad sehr klein und hilflos und muss diese Gedanken einfach mal los werden. Vielleicht sind sie kompletter Blödsinn, vielleicht auch nicht. Und ich weiß auch, daß es Menschen gibt, die sich jetzt lustig machen, die denken, so wie die Welt ist, ist sie gerechtfertigt. Und da mach ich gar nix gegen, daß die so denken. Und da finde ich keinen Glauben, der mich stark macht, da ist kein Gott, der hilft, da ist auch kein anderer Zauber, der die Welt plötzlich besser macht. Und ja, ich weiß auch, immer an das Gute im Menschen glauben und die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber an manchen Tagen ist das einfach nur Blablabla, wenn man überlegt, welcher Schmerzen einem anderen zugefügt wurde, wie seine/ihre Rechte mit Füßen getreten wurden, wie einem anderen Menschen Unrecht wiederfahren ist. Und die Konsequenz für all das ist entweder keine oder eine, die so gering ist, daß sie "keiner Konsequenz" fast gleichkommt.
Keine Sorge: ich will hier niemandem seinen Glauben ausreden. Ihr habt alle ein Recht darauf und ich kann das akzeptieren. Allerdings wenn "Glaube an etwas" sich in der obigen Form äußert, kann ich es nicht mehr.
Und denkt dran: wenn ihr zu meckern oder kritisieren habt, was ich hier schreibe, dann könnt ihr das gerne machen. Nur bitte ich drum, daß gewisse kommunikative Regeln akzeptiert werden und der Ton höflich bleibt.
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, mit Pulver und Blei, die Gedanken sind frei....

In diesem Sinne bis zum nächsten Artikel...

Sonntag, 20. Januar 2013

Neues von hier :)

Ich komm gerade nicht so wirklich dazu, meinen Blog auf dem Laufenden zu halten.
Am Mittwoch ist die Liste mit freien Stellen für Manu herausgekommen. Er wird sich erst einmal dort überall bewerben und dann entscheiden wir, was wir machen, wenn die Zu- und Absagen da sind und wir überhaupt sicher sind, welche Möglichkeiten wir haben.
Die Länder sind findet ihr hier http://yaounde-3-chosesavousdire.over-blog.fr/article-aefe-postes-2013-114547644.html Die Tabelle zeigt die Stellen, die frei seind (vacant) und die, die möglicherweise frei werden (susceptible d'être vacant). Manu bewirbt sich auf alle grünen und gelben Stellen. Ich habe noch keine Rückmeldung wegen meiner Bewerbung an der Deutschen Schule in Seoul, da soll eigentlich Ende diesen Monats eine Entscheidung fallen. Letztendlich sind wir hier aber auch gut aufgehoben mit unserem Netzwerk, unseren Jobs und unserem Haus. Ein viertes Jahr hier in Yaoundé wäre für uns also auch durchaus denkbar. Wir werden sehen.

Ansonsten arbeite ich gerad viel, da ich das System der Niveauklassen in Englisch einführen sollen. Das soll heißen, daß meine drei Klassen (also die letzten in unserer Schule) nicht mehr in ihren Klassen unterricht werden, sondern nach Englischniveau. Dazu müssen Einstufungstests gefunden werden. Und ich muss Niveautests ausprobieren (im März A1, im Juni A1 und A2) und Lehrbücher finden oder etwas eigenes kombinieren. Denn das gibt es in anderen französischen Auslandsschulen noch nicht. Es macht viel Spaß, kostet aber auch viel Zeit. Und da man hier nicht so einfach bestellen kann, wie in Europa, muss eine Entscheidung über Lehrmittel bis Februar fallen. Denn wenn wir im Februar bestellen, sind die Bücher vielleicht im September da.

Dieses Wochenende waren wir abends viel unterwegs. Freitag Abend war Neujahrsempfang in der französischen Botschaft. Sehr nett, gutes Essen, gute Unterhaltung und gute Musik. Gestern Abend waren wir bei Audrey (sie arbeitet mit mir zusammen) und Mathieu (er arbeitet mit Manu zusammen) eingeladen. Jeder hat was mitgebracht und wir haben mehr, als gut war, gegessen. Salate, Mintuba (ein Gericht aus Kochbananen), Ratatouille mit Reis, Brot, dazu gab es selbstgemachte Getränke (unter anderem Bissap https://de.wikipedia.org/wiki/Roselle_%28Pflanze%29 - sehr lecker). Als Dessert gab es Tarte au Banane et chocolat, Schokokuchen, Papayakuchen, Zitronenkuchen und Kokosmakronen. Danach sind wir fast geplatzt aber es war sehr köstlich.

An einem der kommenden Wochenenden werden wir eine Tour nach Ebolowa machen. Dort gibt es ein Touristenzentrum, in dem man Übernachten kann. http://www.ctnkolandom.com/index.php?lang=en Und es werden Wander- und Klettertouren angeboten, es gibt Grotten in der Umgebung und man kann verschieden soziale und ökologische Projekte besuchen, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen.
Und eine Tour nach Edea zu den Schimpansen-Inseln steht auch noch an.

Aber dazu später mehr :) Jetzt lasst es euch erst einmal gut gehen und macht euch einen netten Sonntag. Hier ist es unglaublich warm. Ich sitze, schreibe und schwitze... Bis bald :)

Samstag, 5. Januar 2013

Reise in den Kongo - Teil 3

Nach den Feiertagen haben wir einfach nur noch Familie Estienne und den Urlaub genossen. Wir sind spazieren gegangen (was man hier ja nicht so unbedingt kann), waren schwimmen, haben gelesen und diskutiert. An einem Tag haben wir eine Zigarettenfabrik besucht. Dort war gerade etwas Chaos, da der Tabak nicht geliefert wurde. Grund dafür war ein Disput über die Bezahlung. Das Unternehmen hatte die Zollgebühren für den Tabak bezahlt und einen entsprechenden Nachweis dafür. Die Zollbeamten haben dieses Geld jedoch als Geld von Kleinunternehmern deklariert und in die eigene Tasche gewirtschaftet. Im Endeffekt kam ein Beamter der Regierung und hat sich beschwert, daß das Unternehmen nicht bezahlt hat. Sie hatten den Beweis, daß sie bezahlt haben. Der Fall wurde untersucht und vier Zollbeamte wurden verhaftet... Auch im Kongo ist Korruption ein alltägliches Thema.
Trümmerteil im Dach der Kathedrale
Stadion mit Zeltlager
Ein wenig Geschichte: Am 4. März 2012 gab es eine große Explosion in einem Munitionslager in Brazzaville. Es gab um 200 Tote und um 1500 Verletzte. Zahlreiche Gebäude wurden teilweise oder sogar ganz zerstört. Die Folgen sind immer noch zu sehen. So haben wir beispielsweise die die Kathedrale St. Anne besucht. Im Dach stecken immer noch Trümmerteile. Oder auf dem Weg raus aus der Stadt passiert man das Viertel der Explosion, Mpila, überall Trümmerhaufen, zusammengefallene oder beschädigte Bauten. Neben der Kathedrale gibt es ein Stadion, in dem die Menschen in Zelten untergebracht sind, die bei der Explosion alles verloren haben. Es erinnert mich ein bißchen an Luanda, als dort die freien Plätze vollgestopft waren mit Zelten der Flüchtlinge aus dem Kongo und aus den angolanischen Provinzen (Bürgerkrieg).
http://www.tagesschau.de/ausland/brazzaville108.html
http://www.rfi.fr/afrique/20120304-congo-explosions-brazzaville-mpila-armee
http://www.lemonde.fr/afrique/article/2012/04/12/congo-brazzaville-arrestations-de-militaires-apres-l-explosion-du-4-mars_1684206_3212.html
Denkmal an dem Ort, wo der Sklavenmarkt stattfand

Denkmal Elefantenmassaker

Eingang Kathedrale St. Anne

Aussenansicht St. Anne

Das Stadion Eboué, in dem die Zeltstadt sich befindet

Kathedrale St. Anne

Haupteingang St. Anne

Innenansicht St. Anne

Maison Commune und das Denkmal Poto-Poto (da gibt's auch eine Kunstschule in dem Stadtviertel)

Pont Djoué
Denkmal "Das nie wieder" (gegen den Krieg)
Auch im Kongo spielt man Petanque :)
ein neues Einkaufszentrum wird geplant
Der Kongresspalast (sagt man das auf deutsch???)
Der Hauptbahnhof
Verbindungen und Preise am HBF
Transportunternehmen Couch
Transportunternehmen Matratzen
Transportunternehmen Säcke
Brazza aus der Luft 1
Brazza aus der Luft 2
Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...
Mittagessen auf dem Rückflug
Douala aus der Luft (oder zumindest ein Außenbezirk)
Wartehalle CamairCo in Douala

Mittwoch, 2. Januar 2013

Reise in den Kongo - Teil 2

Blumenübertöpfe
Am 24. Dezember haben wir den Tag über die Stadt besichtigt, Einkäufe getätigt, guten Espresso getrunken und leckere Madeleine gegessen. Wir haben auch Soukeye in der Schule (in der auch Louis arbeitet) besucht, denn sie musste arbeiten. http://www.lycee-saintexbrazza.org/welcome2/index.php?men=eh&commutation=accueil
Da Soukeye aus dem Senegal kommt, gibt es bei der Familie oft senegalesisches Essen. Das heißt viel Reis, Huhn oder Fisch und Tomaten. Aber in unterschiedlichen Versionen und sehr köstlich. Abends haben wir uns dann schick gemacht und sind ins Kooperations-Büro des französischen Militärs gefahren. Dort haben wir mit vielen anderen gemeinsam den Heiligen Abend gefeiert. Für die Kinder kam der Weihnachtsmann und brachte Geschenke. Es gab ein tolles Buffet, das alle Anwesenden gemeinsam hergestellt hatten. Und wir haben viele nette Menscen getroffen.
Eukalyptus
Am ersten Weihnachtstag haben wir nicht groß etwas unternommen. Bei Estiennes ist über Nacht natürlich auch der Weihnachtsmann gekommen, so dass Alban Moussa eine Menge auszupacken hatte. Unter anderem das Playmobil Piratenschiff, das zusammengebaut werden musste. Den Rest des Tages haben wir mit Lesen, Fernseh schauen, Computer spielen und diskutieren verbracht.
Mausoleum
Am zweiten Weihnachtstag, meinem Geburtstag, haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, das Mausoleum Pierre Savorgnan de Brazza besucht, einem französisch-italienischen Eroberer, nach dem die Stadt benannt wurde.
Wir waren auch in dem riesigen Casino-Supermarkt, da Manu beschlossen hatte, einen Geburtstagskuchen zu backen. Den gab es dann auch abends (Schokokuchen), sehr lecker.

Lycée Saint-Exupéry Brazza
Lycée Saint-Exupéry Brazza
Lycée Saint-Exupéry


Stadion Massama Demba
Stadion Massama Demba - Handballspiel
Maya Maya Flughafen und Zoo (Hintergrund)
Stadion Massama Demba
Schwimmbad außer Betrieb...

Bei MiS kann man importierte Tiefkühlprodukte kaufen...

Tankstelle Puma

Tankstelle OilCongo

Dienstag, 1. Januar 2013

Neffen-Nachwuchs

Mein Neffe ist da: Herzlich willkommen auf dieser Welt, kleiner Lars. Heute hast du das Licht dieses so wundersamen Ortes um 17 Uhr erblickt. Deine Geburt hat sich etwas in die Länge gezogen, Mama und Papa hast du bereits heute morgen um 5 Uhr ins Krankenhaus geschickt. Es ist alles gut gegangen, du kamst auf normalem Weg zur Welt. Ich wünsche dir viele sonnige Momente in deinem ersten Lebensjahr, viele liebevolle Begegnungen und wunderbare Erfahrungen. Lerne das Leben lieben und genieße es jeden einzelnen Augenblick, den es dir schenkt. Du wirst sehen, es ist an manchen Tagen ganz bunt und an anderen Tag eher regnerisch grau. Für deinen Start ins Leben schicke ich dir ein großes Paket afrikanische Sonnenstrahlen... Auf geht's, dein Weg als Weltenbürger hat begonnen, viel Glück, wann immer du es brauchst :)


My nephew was born: Welcome to this world, little Lars. Today you have seen the light of this so wonderful place at 17 clock. Your birth has lasted, you already sent mom and dad this morning by 5 clock to the hospital. It all went well, you came to the world in a natural way. I wish you many sunny moments in your first year of life, many loving encounters and wonderful experiences. Learn to love life and enjoy it every moment, to give it to you. You will see that on some days it's very colorful and another day it's gray. For your start in life, I am sending you a big package African sun ... Let's go, your way as a world citizen has started, good luck, whenever you need it :)

Mon neveu était né: Bienvenue dans ce monde, petit Lars. Aujourd'hui,tu as vu la lumière de cet endroit si merveilleux à 17 heures. Ta naissance a duré, tu as envoyé maman et papa ce matin à 5 heures à l'hôpital. Tout s'est bien passé, tu es venu au monde d'une manière naturelle. Je te souhaite beaucoup de moments ensoleillés dans ta première année de vie, de nombreuses rencontres aimantes et de merveilleuses expériences. Apprends à aimer la vie et profiter de chaque moment donné. Tu verras que certains jours, il est très coloré et un autre jour c'est gris. Pour ton départ dans la vie, je t'envoie un gros paquet du soleil d'Afrique ... Allons, ton chemin en tant que citoyen du monde a commencé, bonne chance, chaque fois que tu en auras besoin :)

 



Reise in den Kongo - Teil 1

Flughafen Nsimalen Yaoundé
Flughafengebühren bezahlt - los geht's
Vom 22. Dezember bis 31. Dezember waren wir in Brazzaville, zu Besuch bei Familie Estienne. Louis war bereits zwei Mal bei uns in Yaoundé, als er das Bac an Manu's Schule korrigiert hat. Zur Familie gehören noch Soukeye (sein Frau), Cindy (19), Loic (17) und Alban Moussa (6). Und natürlich nicht zu vergessen Bella, der Schäferhundmischling.
Flughafen-Feuerwehr Douala
Kinshasa by night
Morgens um 6h20 Uhr holte Aubin uns zu Hause ab und brachte uns zum Flughafen. Fast pünktlich sind wir gestartet. Erster Zwischenstop war Douala. Der dauerte schon länger als geplant und wir mussten in der Maschine warten. Nach und nach kamen weitere Passagiere. Dann endlich ging es weiter Richtung Kinshasa. Das war ein neuer Plan, denn ursprünglich sollten wir nur Douala und danach Brazzaville anfliegen. Nun denn, Zwischenstop in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo). Dort hatten wir zum einen länger als geplant Aufenthalt, zum anderen kein Handynetz, da Kameruns Mobilanbieter im Kongo nicht funktioniert. Eine junge Dame probte dann noch den Aufstand. Es war reiner Zufall, daß wir Kinshasa anflogen, denn den Tag vorher war dieser Flug annuliert worden. Viele der Zusteigenden waren entnervt, denn CamairCo, die Fluggesellschaft, ist nicht gerade die kommunikativste und informativste Airline. Die Aufstand probende Dame hatte beschlossen, in Kinshasa auszusteigen, denn dort lebt anscheinend ihre Mutter. Sie stieg auch aus, kam jedoch kurze Zeit später in Begleitung der Polizei und der Immigrationsbehörde wieder zurück zum Flieger. Sie hatte kein Visum für Kinshasa... Lange Diksussionen, Gezeter, Einsteigen, Aussteigen, Türen schließen und wieder öffnen... Letztendlich konnte sie dann doch dort bleiben und wir hatten enorme Verspätung...
Gegen zwei Uhr kamen wir dann am MayaMaya-Flughafen in Brazzaville an. Da Louis arbeitete, hat Soukeye uns abgeholt. Wir sind kurz zu ihrem Haus, haben gegessen und dann ging es direkt ins französische Kulturzentrum. Dort hat Louis eine Veranstaltung zu Stanley Kubrick's Film "Full Metal Jacket" gegeben, der Film wurde geschaut und es wurde diskutiert. Und natürlich gab es auch geschichtliche Infos, nicht anders zu erwarten bei einem Geschichts- und Erdkundelehrer :) War interessant. Danach sind wir im Mami Waters ein Bier trinken gefahren. Sehr nett dort, man hat Blick über den Kongo-Fluss zur anderen Seite nach Kinshasa.
Golfplatz Brazza mit Blick auf den Kongo-Fluss
Golfplatz Brazza
Am nächsten Tag waren wir den ganzen Morgen auf dem Golfplatz zu einem Turnier, an dem Louis teilgenommen hat. Der Golfplatz ist recht groß mit Blick über den Fluß. Und wir haben Bekanntschaft mit riesigen Netzen gemacht, die über die Mangobäume gespannt werden, um Fledermäuse zu fangen. Die werden dann auf dem Markt in Käfigen verkauft und wer mag, grillt sie dann, um sie zu verspeisen...  Nachmittags haben wir einen Spaziergang gemacht. Das kann man prima in Brazzaville... Es ist dort viel ruhiger und die Menschen sind weniger aggressiv. Die Straßen sind wesentlich leerer und es gibt weniger Taxen, als bei uns. Die Taxen sind grün-weiß. Und wenn du ein Taxi nimmst, hast du es für dich allein und teilst es nicht mit 8 anderen... In Brazza ist noch Regenzeit, so dass es zwischendurch heftig geregnet hat. Und bei ihnen ist gerade auch Mangozeit, die bei uns schon längst vorbei ist. 

Die Mannschaften sind bereit - los geht's...
Netz zum Fledermäuse fangen

Der Fluss Kongo