Sonntag, 29. Mai 2011

Was bei uns im Kochtopf landet...

...und was wir ausserdem noch so essen :)
Yann, unser Mitbewohner, war vor kurzem in einem Dorf, weitab jeglicher Modernität zu einem Vorhochzeitlichen Ritual eingeladen. Was er von dort mitbrachte und in einem Kochtopf verschwinden ließ, seht ihr hier:



Na, wisst ihr, was das ist? Ich muss gestehen, als es noch im Tiefkühlfach lag, hatte ich keinen blassen Schimmer, was es sein könnte. Also hier ein etwas besseres Foto:



Habt ihr es jetzt erkannt? Wenn nicht, auch nicht schlimm. Ich musste auch nachfragen. Es ist der Kopf eines Tukans. Und was macht der bei uns im Kochtopf? Er wird abgekocht. Denn Yann möchte die Knochen aufbewahren. Warum? Ich weiß es nicht. Das einzige, was ich weiß: Es hat entsetzlich gestunken!! Und ich weiß auch, dass ich danach den Kochtopf mehrmals mit Essig und heißem Wasser ausgewaschen habe... Jetzt geht es wieder :)

Was sonst noch so bei uns im Kochtopf landet? Momentan sind die Ameisen unglaublich penetrant. Jeden Tag müssen wir alle Kochlöffel mehrmals abspülen. Ich wusste nicht, dass Ameisen anscheinend mikrobisch winzige Reste finden können. Man hat den Eindruck, da ist nichts. Dann sieht man das Heer von Ameisen und weiss, da war doch was.
Und sie machen wirklich vor nichts Halt. Keine Ahnung, wie sie in den Kühlschrank kommen. Und noch weniger weiß ich, wie sie dort überleben. Letztens wollte ich zum Frühstück leckeres Früchtemüsli aus Deutschland genießen. Ich war der festen Überzeugung, ich hätte die Tüte fest verschlossen. An dem Morgen wurde ich eines besseren belehrt. Voller Vorfreude kippte ich eine Portion Müsli in eine Schüssel und SCHWUPS, war die Vorfreude weg. Ein enormes (ich übertreibe nicht!!!) Heer von Ameisen hatte sich in MEINEM Müsli breit gemacht. Sie stoben alle auseinander. Allerdings nicht AUS der Portion Müsli heraus, sondern sie waren der festen Überzeugung, ich würde sie unter den Haferflocken und Fruchtstückchen nicht sehen. Weit gefehlt. Ich habe das Müsli genommen, es auf eine Seviette gestreut und jede einzelne Ameise aus dem Müsli gekickt. Ja, ich habe meine Portion Müsli gegessen. Und ja, ich habe beim Essen nicht genau hingeschaut, weil ich mir sicher bin, dass ich vielleicht ein oder zwei Ameisen übersehen habe. ABER, ihr müsst euch vorstellen, dass die Ameisen unsere ständigen Mitbewohner sind. Und ich kann nicht dauernd Essen wegschmeißen wegen ein paar doofen Ameisen!
Soviel zu meiner letzten Begegnung mit meinen Mitbewohnern...

Wir haben auch andere Mitbewohner: momentan ganz viele Babygeckos. Diese üben sich im Kampf mit geflügelten Ameisen, die durch ihre Flügel mindestens die Größe des Babygeckos haben. Und vor ein paar Tagen habe ich die Leiche eines Babygeckos im Badezimmer entdeckt. Nein, ich bin NICHT draufgetreten. Er hatte einen Gendefekt am Kopf. Das habe ich jedoch erst nach seinem Tod feststellen können. Aber für mich war es die Erklärung dafür, dass er die Tage vorher ständig irgendwo gegen gerannt ist...
Und Spinnen haben wir auch. Immer. Und ja, sie wohnen bei uns. Ich bin wahrlich kein Spinnenfreund. Aber gegen die Zahl der Spinnen hier im Haus habe ich nicht mal versucht, anzukommen. Ich find die Spinnen (also die kleinen, recht langsamen) ganz interessant. Sie sehen aus wie Sterne in unterschiedlichen Größen und können sich ganz platt an die Wand drücken :)

Ich merk gerad, ich bin beim tierischen Thema angelangt. Und dank Anne konnte ich den Artikel "Wenn Menschen Affen essen" lesen. Es ist ein Artikel über Kamerun. Dann ist es auch ein Artikel über Buschfleisch und ein Artikel über die Menschen, die sich hier von Buschfleisch ernähren. Ok, in erster Linie ist es ein Artikel darüber, wie sich Viren verbreiten. Aber ich muss hier ja jetzt nicht nur unschöne Dinge schreiben. Lest ihn einfach selbst den Artikel, er steht in der Cicero. Und er ist wirklich interessant...


ok, das war im Kloster Obout, gibts hier aber auch...
und das ist eine Kakerlake, hab ich vergessen zu erwähnen :)
So, das Abendessen ruft. Es gibt Omelette mit Kartoffeln und Zwiebeln. Vielleicht noch etwas Avocado-Salat und als Nachtisch Yoghurt und Ananas. Und wenn ich Glück habe, das alles ohne tierische Bewohner, die aus Versehen ins Essen gefallen sind :) In diesem Sinne: Lasst es euch gut gehen, passt auf euch auf! Bis bald!!!

Sonntag, 22. Mai 2011

...

Die letzte Woche war etwas turbulent.

Momentan folgt hier ein heftiges Gewitter dem anderen. Sehr zum Leidwesen der Stromversorgung. Diese unterlag Ende letzter Woche so heftigen Schwankungen, daß sie die Trafos der Laptops und 7 Hallogenleuchten haben durchbrennen lassen. Danach fiel dann das Internet aus. Das nervt mich gerade besonders, da ich mich mit der Hausarbeit für mein Nachhaltigkeitsstudium beschäftigen wollte und keine Literatur habe ohne Internet... Nun ja, seit 5 Minuten ist es wieder da...

Letzten Freitag, 20. Mai, war Nationalfeiertag. Es gab eine große Parade, allerdings ohne Nation. Nur wer Billets gekauft hatte, durfte auf der Bühne platznehmen. Alle anderen (das will sagen, der Großteil der Bevölkerung) konnte einen Blick aus der Ferne erhaschen.
Ich bin nicht zur Parade gegangen, weil mich dieses Land gerade ziemlich durcheinander bringt. Aber Manu war dort. Auch er durfte nur aus der Ferne zuschauen. Der Präsident hat alles aus der Nähe beobachtet, ok, war ja auch sein Militär, seine Polizei und seine Schutztruppe.

Eigentlich wäre dies ein ideales Wochenende gewesen, um wegzufahren. Aber außer Kribi (wo fast alle hingefahren sind) gibt es in der Nähe von Yaoundé nicht wirklich was für ein Kurzwochenende. Also haben wir dieses zu Hause verbracht, mit viel lesen, viel schlafen, viel nichts tun.
Gestern abend waren wir essen: in "La Terasse". Die machen Pizza, richtig lecker. Und Calzone :) Hmmmm. Diese Wochenende war somit recht unspektakulär aber sehr erholsam.

Hoffe, es geht euch allen gut! Passt auf euch auf, bis bald...

Mittwoch, 18. Mai 2011

Sonntag

Guten Morgen :)

Bevor es gleich zum Mount Eloumden geht (ich weiß, den kennt ihr schon von einem früheren Bericht. Heute geht es mit drei Kollegen vom Goethe dorthin), wollte ich mich mal wieder melden.

Viel zu erzählen gibt es eigentlich nicht: die Arbeit im Goethe macht sehr viel Spaß. Auch wenn es manchmal ganz schön anstrengend ist, wenn 340 externe Schülern vor meiner Tür stehen und darauf warten, sich für eine Deutschprüfung anzumelden. Aber so wird es nie langweilig, ich treffe viele neue Leute. Die letzten zwei Wochen habe ich mehr gearbeitet, da einfach mehr anfiel.

Wenn ich nach Hause komme, steht momentan lesen auf dem Program: zwei Studienbriefe für das Studium "Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit", damit ich 8 Fragen beantworten kann, die ich einschicken muss. Und zusätzlich noch eine Hausarbeit zu einem frei gewählten, jedoch auf die Studienbücher bezogenes Thema. Ich werde über Kamerun schreiben, in der Hoffnung, dass ich genug Literatur finde.

Das Studium am Goethe-Institut in Deutschland habe ich abgeschlossen. Da bin ich ganz froh, denn das jetzt auch noch nebenbei wäre doch ein bißchen viel. Aber ich überlege, wenn das NAchhaltigkeitsstuidum fertig ist, noch ein weiteres Goethe-Studium zu machen, um am Goethe (also in der Erwachsenenbildung) unterrichten zu können. Aber eins nach dem anderen.

Für das Haus von unseren Freunden, welches wir übernehmen wollen, haben wir jetzt eine feste Zusage. Und Möbel (Herd, Gasflasche, Gästebett, etc.) können wir auch übernehmen. Das ist eine enorme Erleichterung, denn Ende Juni müssen wir hier aus dem Haus raus. Ich bin mittlerweile wirklich froh, hier auszuziehen. Die Gegend hier gefällt mir einfach nicht und das Haus ist einfach zu groß. Den Großteil nutzen wir gar nicht.

In etwas mehr als 6 Wochen geht es nach Europa. Den Juli verbingen wir in Frankreich, auch ein paar Tage vom August. Dann geht es zwei Wochen nach Deutschland und im Anschluss eine Woche Norge, bevor es wieder Richtung Yaoundé geht. Ich freu mich :)

Frühstück :)
So, da sind wir also vom Mount Eloumden zurück. Und diesmal war es wirklich ein Abenteuer. Wir sind zu sechst hingefahren. Vier deutsche Freunde (Anne, Anna, Ingo und Michael) und Manu und ich. Nach einer ziemlich langen Nacht für zwei von uns sechsen hielten wir auf dem Weg, um Baguettes mit Spaghettis in Ei gebraten zu kaufen - Frühstück. Dann ging es auf zum Berg. Erst ein ganzes Stück durch Yaoundé und dann irgendwann ab auf die Piste. Diese ist bereits ziemlich zerfahren und durch den Regen bedingte tiefe Rinnen machen die Fahrt nicht einfacher. Es rumpelt und pumpelt, bis wir am Ziel sind.
Aufstieg...
Der Dorfchef ist wieder einmal in der Kirche. Also starten wir, ohne ihn begrüßt zu haben. Am Himmel hängen dicke, graue Wolken. Aber es regnet nicht - noch nicht.
 
Nach einer kleinen Unterbrechung von wenigen Tagen schaffe ich es heute endlich, weiter zu schreiben. Danke Anne für die klasse Fotos!!! :)

...mit guter Laune :)
Also, dicke Wolken am Himmel aber noch kein Regen. Also machen wir uns an den Aufstieg. Etwa nach der Hälfte des Aufstiegs fängt es an zu tröpfeln. Dann kann man schon von dickeren Tropfen sprechen und als wir oben auf dem Berg angekommen sind, regnet es. Irgendwann mischt sich ein Gewitter dazu. Aber wir haben ja ein Dach über dem Kopf. Allerdings wird es jetzt wirklich ungemütlich, weil wir nass sind und es windig wird. Aber in dem Regen den Berg runter??? Nach einer Stunde fällt die Entscheidung: der Regen wird etwas weniger, also wagen wir es.
Ameisenautobahn :D
Regen, Regen, Regen...
Langsam rutschen, klettern, schlittern, stürzen und gleiten wir den Berg hinab. Der Regen hat die rote Erde in eine schlammige Masse verwandelt. Die Steine sind glitschig. Aber zum Glück gibt es fast immer etwas zum daran festhalten. Und da wir nun eh durchnässt sind, stört es auch nicht, wenn man mal auf dem Hosenboden landet.
das Auto auf Abwegen :)
Die Sicher "hinter" dem Wagen
Vor dem Haus des Dorfchefs
Schuhe waschen :)
Leidensgenossen...
Die Pedale nach der Tour...
Irgendwann kommen wir nass und verdreckt unten beim Dorfchef an. Dieser begrüßt uns freudig - mit einer Flasche Bier und einer Flasche Wein in der Hand (immerhin ist schon Mittag und er war auch schon in der Kirche :) ). Noch haben wir keine Ahnung, wenn auch eine leise Vermutung, was uns auf der nun bevorstehenden Fahrt erwartet: regennasse Fahrbahn. Nur leider nicht asphaltiert. Die Piste ist von tiefen Rinnen durchzugen, das Auto kommt immer wieder vom Weg ab, rutscht, dreht sich, macht was es will. Irgendwann lässt Manu uns aussteigen, da die Räder durchdrehen und wir einfach nicht weiter kommen. Das Auto dreht sich, gerät immer wieder aus der Spur, die Räder drehen im roten Matsch durch. Während Ingo und ich uns vor dem Wagen befinden, sind Anne, Anna und Michael lieber hinter ihm geblieben. Sie sind von einer dicken, schwarzen, stinkenden Abgaswolke aus unserem Auto verdeckt. Plötzlich gibt der Wagen nach und Manu kommt auf Ingo und mich zugebraust - leider etwas unkontrolliert. Während Ingo die richtige Entscheidung und damit die richtige Pistenseite wählt, entscheide ich mich für die falsche. Der Wagen kommt ins Schlingern und rutscht auf mich zu. Zum Glück hat Manu ihn trotzdem noch unter Kontrolle. Sonst wäre vielleicht nicht nur die Piste matschig - sondern ich auch... ABER: es ist alles gut gegangen... Und wir sind nicht allein: vor uns ein gelbes Taxi, mit einer Frau und drei Kindern. Alle mit dicken Schlammspritzern übersät - vom Anschieben. Davor noch zwei Autos. Alle mit dem gleichen Problem, wie wir: Die Autos machen, was sie wollen.
Mont Eloumden
Während Manu mit dem Wagen kämpft machen wir uns zu Fuß auf den Weiterweg. Die Schuhe werden schwer vom roten Schlamm. Manu hälkt den Wagen nicht an, damit er nicht stecken bleibt. Mit Schwung geht es durch ein Flüsschen. Und wir mit Schwung, allerdings zu Fuss, hinterher. Zu dumm, dass wir durch das Flüsschen müssen und nicht drüber hinweg können. Aber so werden die Schuhe wenigstens einmal zwischendurch sauber.
Nach mehreren Stops, Aus- und Einsteigen, erreichen wir dann endlich den Punkt, wo das schlimmste Stück des Weges hinter uns liegt. Und wir können mit unseren Matschverklumpten Schuhen wieder ins Auto steigen und diesmal auch sitzen bleiben.
Gegen 13.30 Uhr sind wir dann wieder am roundabout Nlongkak. Während ich mich nach einer Dusche sehne, da ich total durchgefroren bin, entschließen sich Anne, Anna, Ingo und Michael, bei Uncle Donald noch einen Burger zu essen.
Nach einer ausgiebigen Dusche genießen wir eine Siesta. Was für ein Sonnatg.

Nur der Richtigkeit halber: die Fotos hat Anne mir zur Verfügung gestellt (falls noch niemandem aufgefallen ist, dass Manu sich andauernd beschwert, dass ich seine Fotos mopse... :))
Der Berg Eloumden ruft :)

Euch einen schönen Abend und liebe Grüße aus dem überaus warmen Yaoundé...

Dienstag, 17. Mai 2011

Kamerun 3 (Rückblick)

Hallo zusammen,
Ich bin es mal wieder. Von Donnerstag morgen bis Sonntag abend war ich mit Manu und Yann in Kribi und Umgebung unterwegs. Kribi hat die schoensten Straende Kameruns. Und es stimmt, es ist unglaublich! Vor allem wenn man ein Stueck Piste in Kauf nimmt, gelangt man an menschenleere Straende. Vorasgesetzt man ignoriert, dass man weiss, dass Pygmaeen-Staemme in der Umgebung wohnen und vermutlich irgendwie immer dabei sind.
Am ersten Tag in Kribi waren wir ziemlich k.o., denn es hat uns einige Zeit gekostet, bis wir eine guenstige Herberge gefunden haben. Schlicht, mit zerissenen Moskitonetzen aber fuer uns war es ausreichend. Nach einem Nachmittag am Strand, einem Besuch bei den Wasserfaellen von Lobe und einem guten Abendessen fielen wir dann ziemlich muede ins Bett.
Am Freitag nahmen wir unseren morgendlichen Kaffee in einem Strassencafe ein, ja, ich weiss, gegen jeden guten Ratschlag aus den Reisefuehrern... Aber der Cafe au lait dort ist zwar unglaublich (!!!) suess aber gut... Allerdings ist es bereits so warm, dass mir unterstuetzt durch den unglaublich (!!!) heissen und suessen Nescafe-Milchkaffee nur so der Sch weiss ausbrach... Zum Glueck fuhren wir dann direkt im Anschluss zum Le Rocher de Loupe. Dabei handelt es sich um eine Steinanhaeufung mitten im Meer, es gibt auch eine mystische Geschichte dazu, die ich aber auf Grund meiner noch fehlenden Franzoesischkenntnisse nicht ganz verstanden habe. Es hat was mit einem besonderen Fisch zu tun. Ich finde es noch heraus. Auf dem Weg dorthin, der uns ueber eine unbefestigte Sandpiste mit enormen Schlagloechern und noch enormeren Baustellenverengungen fuehrte,  geschah es jedoch aus unerklaerlichen Gruenden (die nur die beiden anwesenden Herren kannten), dass der Tank unseres Autos ploetzlich leer wae – mitten im Niergendwo... Was also tun? Umdrehen und auf Reserve noch ein Stueck Piste fahren... Bis zu einem winzigen Dorf, um dort erst einmal ein kuehles Bier zu trinken und sich zu fragen, ob man jetzt verzweifeln soll, weil man bereits seit 2 Stunden und mehrmaligem Verfahren unterwegs ist? Gibt es eine Alternative? Vielleicht mit dem Mototaxi (ein normales Motorrad auf dem bis zu 5 Personen Platz finden)... Manchmal kommt ja doch eins vorbei... Aber nein, wozu ist man denn in Afrika, in einem winzigen Dorf, wo die Menschen noch ganz viel Zeit haben und alles ein bisschen langsamer laeuft? Ich mein, klar, hier hat doch jeder Petrol (Benzin) in der Kueche, wo auch sonst? Und ja klar, auch einige Liter mehr, die man an schusselige Touristen, die ueberzeugt waren, das Benzin wuerde noch reichen, verkaufen kann ;) . Also, wir hatten Glueck im Unglueck. Nach einem herzlichen Gespraech, viel Gelaechter, einem guten Bier wurde das Benzin dann mit einer abgeschnittenen Plastikflasche in den Tank gefuellt. Und wir konnten und doch noch auf den Weg zum Le Rocher machen, was sich auch gelohnt hat. Wir parkten unser Auto irgendwo an der Piste bei Gaspars Haus, einem Fischer, der uns auf dem Fussweg durch den Wald zum Strand brachte. Beeindruckend kann ich nur sagen, tropisches Klima, ein Gefuehl von Regenwald, das Auto irgendwo im Niergendwo und wir mit einem einheimischen Fischer und einem etwas zu eifrigen Mototaxifahrer auf dem Weg zum Strand. Dort angekommen erfasst einen dann sofort die pralle Sonne. Gut dass man die Badesachen direkt an hat, denn jedes Kleidungsstueck ist eigentlich zu viel. Wir maschieren gute 20 Minuten einen herrlichen Sandstrand gesaeumt von tropischen Baeumen entlang. Vermutlich schmunzelt der ein oder andere Pygmaee vor sich hin, was denn die verrueckten Weissen um die Zeit wohl am Strand machen. Sie gehen baden  Herrliches Wasser, ueber uns kreisen die Raubvoegel, bis auf das Rauschen des Meeres ist nichts zu hoeren. Ein unglaublicher Tag an einem unglaublichen Strand. Auf dem Rueckweg haben sich die Steine, die wir ueberqueren muessen, um zurueck zu unserem Waldweg zu finden, so dermassen aufgeheizt, dass uns die Fusssohlen zu brennen scheinen. Im Wald begegnen wir dann Gaspar, der auf dem Weg ist, seine Fische auszunehmen. Er hat eine gute Zeit ueber unser Auto gewacht, mit dem wir uns jetzt auf den Rueckweg nach Kribi machen. Le Rocher liegt uebrigens in der Naehe der Grenze zu Gabun (nur zur geographischen Orientierung). Auf dem Rueckweg kommen wir noch mal an dem Dorf unserer Retter vorbei, die uns mit Benzin versorgt haben. Noch ein kurzer Stop, ein herzliches Hallo, ein erneutes Dankeschoen und weiter gehts hoffentlich ohne Probleme zurueck... Bis zu der Stelle, wo eine Bruecke fuer die neue Strasse gebaut wird und ein LKW ein Stueck vom Weg abgerutscht ist und jetzt ein bisschen neben der Spur haengt... So, dass weder rechts noch links jemand passieren kann. Aber es sind ne Menge Leute vor Ort, so dass mit vielen guten Ratschlaegen der LKW im Rueckwaertsgang wieder auf die Piste findet und wir unseren Weg forsetzen koennen... Was fuer ein Tag. Wir fahren noch an „unserem“ Strand von gestern vorbei, wo wir fuer den heutigen Abend gegrillte Krabben und Bier als kleine Zwischenmahlzeit vorbestellt hatten. Manu und Yann treffen dort auch noch Kollegen aus der franzoesischen Schule. Dann gehts ab ins Hotel, duschen und abends auf ins „Le Figaro“, ein wirklich einheimisches Restaurant. Aber (ich hab an dich gedacht Sandra!!!) ich habe Foufou gegessen ;) Hier wird es Couscous aus Maniok genannt. Eigentlich hat es keinen Geschmack, eine Konsistenz wie zaeher Kaugummi, eine Farbe wie Kartoffelklossteig aber kombiniert mit einer scharfen Sausse – hmmmmmmm koestlich... In der Nacht fiel dann ploetzlich der Strom aus. Dies hatte zur Folge, dass auch unser Ventilator ausfiel, der nicht nur ein wenig Abkuehlung brachte, sondern auch eine enorme Hilfe im Kampf gegen Moskitos war... Bis der Strom ausfiel... Und irgendwann mitten in der Nacht wieder anging... Samstag waren wir dann auf dem Fischmarkt (hmmm Fisch und ein schwueler Tag, interessante kombination...), danach noch mal an einem Strand direkt in Kribi (machte eher den Eindruck einer Kloake), duschen und auf nach Lolodorf.
Lolodorf wurde mit Hilfe von Deutschen gegruendet und unterhalten. Hat anscheinend nicht soooo viel gebracht. Als wir dort ankamen, machte wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Und fanden auch eine Herberge etwas oberhalb der Stadt. Eine alte Dame mit einem arthritissteifen Knie vermietete uns zwei Zimmer – ohne Strom und fliessend Wasser. Aber dafuer mit unglaublich (!!!) vielen Tausendfuesslern, die ganz und gar auf nasse Handtuecher stehen. Der Weg nach Lolodorf dauerte ueber 3 Stunden, da wir auch hier die Sandpiste waehlten und in den ein oder anderen Platzregen gerieten. Und wir begegneten zahlreichen Menschen und ueberall hoerten wir nur „les blancs“... Einige Kinder machten eher den Eindruck, vor uns noch keinem Weissen begegnet zu sein, sie nahmen auf jeden Fall mit weit aufgerissen Augen Reissaus in den Busch... Wir waren also bei unserer Ankunft in Lolodorf ziemlich durchgeschuettelt von der Piste und ko. Und dann kein Strom, also kein Abendessen. ABER, wir waren ja nicht die einzigen, die keinen Strom hatten. Und wir hatten zumindest fuer abends noch einen Generator, der sich natuerlich genau vor unserem Fenster befand. Als wir ins Dorf fuhren, um dort zu essen, erzaehlte man uns, dass das ganze Dorf seit 14 (!!!) Tagen keinen Storm mehr hatte... Generatoren brummten ueberall, Taschenlampen kamen zum Einsatz und batteriebetriebene Radios. Und gekocht wird dann halt ueber dem Feuer oder es wird gegrillt. Man stellte uns Schweinehintern mit Reis zur Verfuegung. Und eine Sosse, die so scharf war, das man nach wenigen Loeffeln weder Lippen noch Zunge oder sonst irgendwas gespuert hat. Da hab ich dann das erste Mal beim Essen abgelehnt. Dieser fett-triefende schwartige Schweinpopoteil auf meinem Teller in dieser atemberaubenden Sosse... War nicht machbar, ging nicht... Manu und Yann hat es geschmeckt ;) Bis auf die Sosse, die hat auch sie umgehauen. Bei mir gab es dann eben Reis, Bier und Parle-G (kleine Bisquits). Danach, es war gegen 21Uhr ab ins Hotel. Noch ein bisschen lesen und Licht (dank Generator) aus. Jetzt nur noch das Generatorenbrummen ausblenden und die Gespraeche unserer Nachbarn in der Bar und schon laesst es sich schlafen. Bis 4 oder 4.30 Uhr. Da beschloss unsere Vermieterin, dass es Zeit war, einen Wortgottesdienst in ihrem Zimmer (welches unserem gegenueber lag) mit ihrer Freundin zu halten. Eine gefuehlte halbe Ewigkeit, Gesang, heilige Worte, Gesang und dann oeffnet sich die Zimmertuer und ich hoffe, es wird wieder still. Aber die beiden alten Frauen schreiten langsam – bedingt durch die Arthritis – uber den Flur und singen ihr Abschlusslied... Auf dem Dach hoert man die Eidechsen mit ihren Fuessen ueber das Belch klackern und irgendwann steht man dann einfach auf, um eine Dusche ohne Dusche zu nehmen. Aber alles ist moeglich... Zum Fruehstueck gibt es Ruehrei (ob das gut geht? Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eier gekuehlt waren, liegt fast bei Null... kein Strom ist das eine, das andere ist, dass man Eier hier eh nicht so unbedingt kuehlt... Aber es scheint alles gut zu gehen... Keine Folgen...
Von Lolodorf gibt es eine Asphaltstrasse nach Yaounde. Gegen Sonntagmittag sind wir wieder „zu Hause“.
Und... als ob wir am Wochenende nicht genug erlebt haetten, stellen wir fest, das unser Kuehlschrank seinen Geist aufgegeben hat und wir Hausbewohner haben – Maeuse... Sie finden Mandelschokolade vom Aldi genau so klasse wie meine Beta-Carotin-Kapseln im Badezimmer, die so wunderbar ueberall ihre rote Farbe verteilen, wenn man sie nur gut genug anknabbert und ueberall hinschleppt... ARGH!!!! Ich fange an, Maeuse zu hassen. Und wenn ich ihr ganzes Gekaeckel dann nicht nur in der ganzen Kueche und im Bad, sondern auch noch in MEINER REISETASCHE finde, dann WERD ICH WUETEND. Und wenn ich dann auch noch morgens um 5.30 Uhr von eben diesen Mitbewohnern geweckt werde, weil sie meinen das Bett anknabbern zu muessen, werd ich schon fast ungemuetlich. Wenn ich dann aber auch noch feststelle, dass sie die Nacht dazu genutzt haben in meinen Rucksack zu kaeckeln, den ich GESTERN (!!!) noch mit in Kribi hatte, dann ist jegliches Mitgefuehl verschwunden. Nachdem Manus Ibuprofen-Tabletten und die Kamillenteebeutel auch noch zum Opfer fielen, war es dann endgueltig vorbei.
Nachdem wir also heute morgen einen Kuehlschrank (auch schon fuer unsere zukuenftige Wohnung, da unsere Vermieter ja Mitte Dezember zurueckkommen) von LG erstanden haben, hat Manu noch Gift besorgt, dass jetzt in Kueche, Vorratskammer und Bad auf die Uebeltaeter wartet. Eigentlich machen wir so was nicht gern – aber irgendwann reichts... In diesem Sinne, passt auf euch auf, ich mach es auch. Bis zum naechsten Mal.

Kamerun 2 (Rückblick)

Mir geht es immer noch recht gut. Schnupfen, vielleicht auch eine Allergie, noch weiss ich es nicht. Aber ich geniesse jeden morgen, auch wenn erst meist gegen 6 uhr beginnt. Wir fruehstuecken auf der terasse. Um uns ganz viel getier, eidechsen, geckos, kolibri und zahlreiche andere voegel. Auch hier gibt es so etwas wie die vogeluhr. Und die beginnt schon recht frueh.
Momentan bin ich noch recht abhaengig von Manu und das mag ich nicht. Mein Kopf ist soooo voll von all den Eindruecken, dass es mir schwer faellt, mich auf die Sprache und ihr erlernen zu konzentrieren. Aber das wird schon 
Samstag, der Tag nach meiner Ankunft hier, waren wir auf dem Markt. Unglaublich viele Menschen, viel Obst und Gemuese. Fleischtheken in der Sonne. Vieles gewoehungsbeduerftig aber nicht unbekannt... Wir waren frueh dort, damit wir auch ein bisschen Fleisch kaufen konnten. Ja, ich weiss, der Reisfuehrer raet von vielen Dingen ab. Und ja; ich bin vorsichtig und pass auf mich auf. Aber fuer mich gehoert eben vieles dazu, ein Land kennenzulernen. Bisher sind keine Magenprobleme aufgetreten... Toitoitoi...
Samstag nachmittag gab es dann den ersten laengeren Regenschauer. Unglaublich, wenn der Regen auf die Blaetter des Mangobaumes in Nachbars Garten prasselt oder auf unsere Bananenpflanzen. Und wie die Luft sich veraendert, wie sich der Geruch der Stadt veraendert... Und ploetzlich ist alles wieder vorbei... Die Sonne scheint, 30 Grad und alles trocknet von Jetzt auf Gleich.
Sonntag haben wir einen langen Spaziergang gemacht. Zum Konferenzcenter. Eine schoene Gegend mit zwenig Menschen, von der aus man einen tollen Blick ueber die Stadt hat. Der Einfachheit halber fuege ich einfach den Link zu Manus Blog ein, da koennt ihr schon mal viele Fotos sehen, da ich momentan noch nicht dazu komme.
http://yaounde-3-chosesavousdire.over-blog.fr

Klingt vielleicht seltsam aber ich muss mich erst an die Blicke der Menschen hier gewoehnen, bevor ich meine Blicke schweifen lassen und mit der Kamera einfangen kann.

Sonntag abend kam Yann zu Besuch. Er ist ein Freund von Manu und auch Lehrer an Manus Schule. Mein Angebot zum Franzoesisch-Lernen habe ich erst einmal abgelehnt, da es momentan ohne Einkommen zu teuer ist. Aber ich werd es auch so lernen... Ich mein, das machen andere in Norwegen oder Brasilien ja auch 

Montag und Dienstag habe ich meine ersten Papiere beantragt – erfolgreich  Ich habe nun also eine Bescheinigung ueber meine Wohnadresse und einen Auszug aus dem Verbrechensregister (sagt man das so?), was ich beides brauche, um die Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Aber das ist schon ein seltsames Gefuehl, wenn man in dem Gerichtsgebaeude seinen Pass abgeben muss und der dort bleibt, bis zum spaeten Nachmittag.. Angola-Erfahrungen machen mich bei so offiziellen Sachen immer etwas unsicher. Genau so wie die Begegnung mit Militaerangehoerigen oder der Polizei. Ja, ich weiss, Kamerun ist nicht Angola und umgekehrt.
An Sandra und Katrin: es ist unglaublich, so anders als Angola. Du gehts hier in ein Restaurant und hast die Moeglichkeit, alles zu bestellen, was das Herz begehrt! Manchmal kommst du an Stellen in der Stadt vorbei, an denen dieser suessliche Geruch, dem man in Angola dauernd begegnet, die Nase streift. Aber es ist einfach ganz anders, als Angola. Und es bedarf des Umlernens. Manchmal wuensche ich mir, ich haette erst ein Land wie Kamerun kennengelernt und danach Angola. Und Angola vielleicht einfach auch nicht zu Buergerkriegszeiten. Es ist was anderes wenn man nicht die ganze Zeit Unsicherheit in der Luft spuert oder ich weiss nicht ob ihr dies Gefuehl des Unbehagens kennt, wenn wir auf bewaffnete Kinder getroffen sind in der Hafengegend. Ich wuerde euch so gern mal alles zeigen. Und natuerlich auch Feli  Vielleicht, irgendwann...

Gestern hat es einen unglaublichen Regen gegeben, der sich ueber den ganzen Nachmittag zog. Dazu Blitz und Donner und alles wurde still. Es ist nie still in Yaounde, hupende Taxis, Motorgeraeusche uralter Autos, Lachen, Gespraeche, Radios, Hundegebell, Schweinegrunzen... Man hoert was, nur wenn ein Gewitter kommt, wird es still, bis es anfaengt zu regnen  Und zwischen 4 und 5 Uhr nachts, da ist es auch einigermassen still, vorausgesetzt die Maus, die in meiner Betthaelfte zu wohnen scheint, laesst das Nagen 

So viel erst einmal, ich schick euch liebe Gruesse, bis bald...

Die ersten Tage in Kamerun :) (Rückblick - bekannt als Kamerun 1 - Email)

Sorry, that i didnt have time for translation. Desculpa que eu nao tive tempo por traducaon. Beklager jeg hadde ikke tid for aa oversette... www.google.com (translator)

Guten Morgen ihr Lieben,

Die zweite Nacht in Yaounde ist gut ueberstanden. Ich bin am Freitag fast wie geplant um 16.35 Uhr Ortszeit (also hier) gelandet. Im Flieger von Bruessel nach Yaounde hatte ich einen Platz fuer mich, die Maschine war fuer europaeische Verhaeltnisse nicht voll.
Am Flughafen wartete dann jemand vom Gesundheitsamt, um zu kontrollieren, ob wir alle unsere Gelbfieberimpfung hatten. Aber von wegen Englisch als zweite Amtssprache, dies scheint zumindest nicht fuer Gesundheitsbehoerde, Polizei und Sicherheitspersonal, Taxifahrer, Servicekraefte, Marktfrauen oder sonstige hier zu gelten ;) Nun ja, ein Grund mehr, so schnell wie moeglich franzoesisch zu lernen...
Nach der Frau von der Gesundheitsbehoerde kam dann der Sicherheitsmann und die  Polzeikontrolle (Grund der Einreise, Visum; etc,). Nachdem das alles erfolgreich und ohne langen Aufenthalt, vermutlich bedingt durch sprachliche Schwierigkeiten ;) geklappt hatte, fehlte nur noch das Gepaeck. Also Gepackwagen schnappen und... waaaaaaaarten... So nach und nach bekommen alle ihre Koffer... und ich warte... Es wird immer waermer, 29 Grad sind es bei der Landung... Und irgendwann, spaeter, taucht dann mein Gepaeck auf  Und ich kann mich auf den Weg machen, um endlich Manu zu treffen... Dachte ich  Aber erst einmal kam ja noch der Zoll inklusive einer weiteren Polizeikontrolle... Wieder Sprachschwierigkeiten, also einfach hoeflich laecheln... Und versuchen zu verstehen. Aber auch das scheint eine Wirkung zu haben. Ich konnte schneller durch als manch anderer der franzoesisch sprach ;)
ENDLICH... Manu wartete bereits auf mich. Und nicht nur Manu... Auch Massen an Koffertraegern und Taxifahrern. Aber zum Glueck hatte Manu seinen eigenene Taxifahrer dabei, Aubain... Ein junger, sehr hilfsbereiter Kameruner. Nachdem alles Gepaeck im uralten Toyota verstaut war, hiess es einsteigen und los ging es. Anschnallen??? Erster Fettnapf... Gab zwar den Gurt aber dann hoerte es auch auf 
Yaounde ist beeindruckend. Es roch nach Afrika  Wunderbare... Erinnerungen an Angola kamen auf, nur dass halt franzozisch gesprochen wird. Ja, Armut ist sichtbar. Aber nicht zu vergleichen mit Angola – auf den ersten Blick natuerlich nur...Aber es ist gruener hier, als ich es von Angola kenne. Und es wird lansgam dunkel auf dem Weg „nach Hause“...  Ich bekomme also einen ersten Eindruck von der Stadt. Manu und Aubain erklaeren, was es zu erklaeren gibt aus der Sicht eines „jungen“ (habe gerade erfahren, dass er aelter ist, als Manu, der erste Eindruck kann also taeuschen...) kamerunischen Taxifahrers und eines bereits seit zwei Monaten in Kamerun lebenden und arbeitenden franzoesischen Professeur de technologie...  Seeehr spannend!!!!!
UND noch spannender ist ein Kreisverkehr mit einer funktionierenden Ampel... UND nicht nur dass diese auch funktioniert, sie findet sogar Beachtung!!! Die Autos halten!!! Beeindruckend... Aber ich kenn eben nur ein bisschen Luanda/Angola...
Als wir dann nach einer guten halben Stunde Autofahrt in unsere Strasse einbiegen, hat die Daemmerung eingesetzt. Und der Himmel ist gefuellt mit UNGLAUBLICH (!) vielen Fledermauesen... UNGLAUBLICH... Und das jeden Abend (Nun ja, bisher zumindest)... Also Koffer auspacken und das neue Domizil beziehen  Und Laurent kennenlernen. Er ist unser Nachtwaechter... Ein offizieller, wie ich mir spaeter erklaeren lasse, also einer, der offiziell bei einer Sicherheitsfirma angestellt ist. Macht erst einmal einen netten Eindruck. Aber es ist schon ein bisschen seltsam, die ganze Nacht jemanden um das Haus schleichen zu haben ;)  Wahrscheinlich alles eine Frage der Gewoehnung. Genau so, wie das eingezauent sein, also nur bis zur Mauer schauen zu koennen. Und natuerlich in den Himmel. Und die Spitzen der benachbarten Bananen- oder Kokosgewaechse zu sehen. Und nicht zu vergessen, der Mangobau unserer Nachbarn. Er faellt besonders auch Nachts auf durch herabstuerzende Mangos... 
Nachdem also das Gepaeck in den Raeumen verstaut ist, zeigt Manu mir das Haus. Buero, zwei Schlafzimmer, 3 Baeder, riesen Wohnzimmer, Kueche, Speisekammer und Garten. Nett  Viele Ameisen, wenig kleinere Spinnen und natuerlich Eidechsen und Geckos...
Dann gibts Abendessen und Bier. Hmmm, bei den Temperaturen sehr angenehm. Danach gehts dann schon ins Bett. Es macht sich bemerkbar, dass ich um 3 Uhr aufgestanden bin und es in Stuttgart -2 Grad waren  Also Moskitonetz ausbreiten und den Geraueschen der Nacht lauschen. Und natuerlich auf ein bisschen Schlaf zu hoffen bei all dem Krach :D Zumindest bis 5 Uhr, bis Laurent beschliesst, dass es Zeit ist, die Terasse zu fegen und zu putzen. Denn er hat ja um 6 Uhr Feierabend 

So viel zum ersten Eindruck, zur Ankunft und zur ersten Nacht... Der erste Tag kommt spaeter, denn er war mindestens genau so ereignisreich, wie die Ankunft 
Jetzt gehen wir ein bisschen Yaounde anschauen... Mir geht es gut, keine Magenprobleme... Gruss auch von Manu, lasst es euch gut gehen. Und bis bald  Kerstin

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