Freitag, 24. Mai 2013

Beerdigungsfeier bei den Nachbarn

Gestern morgen kam ein junger Mann, als ich das Haus verließ und sagte, er sei beauftragt worden, uns, also die Nachbarn, darauf vorzubereiten, daß am Abend eine Beerdigungsfeier bei den Nachbarn stattfinden würde. Gemeint sind die Nachbarn genau gegenüber, die das Restaurant haben.
Den ganzen Tag wurde gewerkelt, gemacht und getan. Es wurden riesige Scheinwerfer befestigt und massig Stühle und Tische herangekarrt. Am Eingang der Straße wurde ein Banner aufgehängt, damit die Gäste wissen, wo sie hin müssen (findet man immer und überall irgendwo).
Und gegen 18h30 ging es los. Die ersten Gäste kamen, dann wurde der Leichnam gebracht, dann kamen noch mehr Gäste. Die Lamentation begann, dann wurde getrommelt, gesungen, gegessen, getrunken. Es gab ein Saxophon und so etwas, was wie Kuhglocken klang. Die ganze Veranstaltung ging bis heute morgen, die letzten Töne verklangen um 6h15. Heute dann wird der Leichnam ins Dorf zur richtigen Beerdigung gebracht. Dort wird dann noch einmal gefeiert, wie letzte Nacht hier. Und in ein paar Jahren, wenn genug Geld zusammen gekommen ist, wird es eine riesige Beerdigungsfeier mit dem ganzen Dorf geben.
Der Schock heute morgen, als ich aus der Tür trat: es stank erbärmlich nach Zoo, überall hatten die Gäste genüßliche und ohne Rücksicht auf Verluste ihre Notdurft verrichtet, mit Vorliebe an unserer Mauer und der der italienischen Botschaft entlang. Und die Sonne hat den Tag über ihren Teil dazu beigetragen. Ich hoffe wirlich, heute Nacht regnet es...

der Abend beginnt, der Leichnam kommt an
das Banner für die Feier von Mme EBAH Therese
Gäste
Aufräumen am Morgen danach...




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