Nachdem wir nach unserem Umzug in das neue Haus immer noch die Handwerker bei uns hatten (und auch immer noch haben), beschlossen wir, dem Großstadtleben zu entfliehen und Urlaub zu machen. Am 21.12. machten Manu und ich uns auf den Weg nach Limbé. Dies ist eine kleine Stadt am Meer in der Südwest-Provinz. Dieser Teil Kameruns ist hauptsächlich anglophon. Nach 5,5Stunden Fahrt (wir mussten unter anderem durch Douala, was eine Ewigkeit dauerte) kamen wir dann endlich in Limbé an. Es war unglaublich warm, so dass wir beschlossen, erst einmal etwas zu Mittag zu essen. Und wie kann es anders sein in einer Stadt, die am Meer liegt: es gab gegrillten Fisch und dazu ein kühles Mützig (Bier) im Bella-Restaurant.
Nach dem Essen machten wir uns auf die Suche nach dem Coast Beach Hotel, das uns empfohlen worden war. Etwas ausserhalb von Limbé wurden wir dann fündig. Es waren kaum Gäste dort, so dass wir problemlos ein Zimmer bekamen und sogar um den Preis verhandeln konnten. Dann war erst einmal Siesta angesagt, weil es mittlerweile schon später Nachmittag war. Abends haben wir im hauseigenen Restaurant gegessen: Sandwich, Obstsalat und dazu kühles Bier. Die Terrasse war bis auf einen weiteren Gast leer, der Fernseher lief (Doku-Soap) und für uns wurde klassische Musik aufgelegt (parallel zum Fernseher). Mit Blick auf das Meer (und die Ölraffinerie) ließen wir den Abend ausklingen.
Am nächsten Tag ließen wir es langsam angehen und besuchten erst einmal den botanischen Garten in Limbé, der von Deutschen Ende des 18.Jahrhunderts angelegt wurde. Es ist alles nicht mehr wirklich in Schuß aber es ist wunderbar still dort. Am Eingang stehen 5 heruntergekommene Defender (mein Favoriten-Auto) und zwei Uralt-Traktoren. Es gibt viele verschiedene Palmen und kamerunische Obstbäume, einen Bereich mit Heilpflanzen und ein Amphietheater. Nach einem ausgiebigen Spaziergang fuhren wir zum Fischmarkt und aßen gegrillten, frischen Fisch mit gebratenen Bananen. Nach einer kurzen Mittagspause im Hotel, machten wir uns auf den Weg, den alten Deutschen Leuchtturm in Cape Debundscha zu besuchen. Allerdings wurde uns an der Mautstelle (die man hier regelmäßig passieren muss auf allen Straßen, um Maut zu bezahlen) bereits von einem Militärangehörigen gesagt, daß es sehr riskant sei, dort hin zu fahren. Zum einen weil Weihnachten war, zum anderen weil wir weiß waren. Wir machten uns trotzdem auf den Weg. Allerdings fuhren wir aus Versehen an der Abfahrt zu dem Stadtteil, wo sich der Leuchtturm befindet, vorbei, mitten in ein Manöver des kamerunischen Militärs hinein. Dieses wurde von einer großen Kuhherde begleitet (vielleicht Teil des Manövers?). Das Ganze war uns so unheimlich, auch in Verbindung mit der Information, daß der Besuch des Leuchtturms zu dieser Uhrzeit zu gefährlich für uns war, daß wir kehrt machten. Statt dessen besuchten wir das Lavagestein, welches vom Ausbruch des Vulkans Mount Cameroon aus dem Jahr 2000 stammt. Den Abend verbrachten wir bei Schrimps und Bier im Hotel. Am nächsten Tag sollte es nach Buéa gehen, wo wir den Mount Cameroon erklimmen wollten. Dazu später mehr...
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| Blick aus unserem Hotelzimmer im Costal Beach Hotel |
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| Im botanischen Garten in Limbé |
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| Einer der Traktoren am Eingan zum botanischen Garten |
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| Ölraffinerie vom Hotel aus gesehen |
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| Fischrestaurants in Limbé am Strand |
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| Eroberung des Lavagesteins :) |
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