Lang ist es her, ich weiß. Und als Ausrede habe ich nur die Arbeit und das Studium. Aber ich hab jetzt doch wieder einiges zu erzählen. Denn wir haben das Osterwochenende in einem Kloster verbracht, nicht weit von Yaoundé. Aber der Reihe nach:
Karfreitag ging es los. Morgens um 8 Uhr haben wir Christophe, Marjo und Zélie abgeholt. Die drei hatten schon einen ersten Urlaubsversuch am vorherigen Wochenende hinter sich: Samstags waren sie losgefahren und mit einer Panne in der Nähe von Bafia liegengeblieben. Irgendwie konnten sie mit dem Auto zurückkommen, waren in der Werkstatt, alles wurde kontrolliert und es war wohl nur eine defekte Verschlusskappe. Oder nicht? Neuer Versuch am Sonntag: diesmal kamen sie ein bißchen weiter, als Bafia. Das Auto blieb liegen und machte keinen Mucks mehr. Werkstatt suchen, Hotel für die Nacht und am Montag dann irgendwie mit dem Auto nach Yaoundé zurück. Und das alles mit einem Kleinkind von 5 Monaten. Daher war es nach diesem Chaos nicht so leicht, die drei dazu zu bewegen, sich mit uns auf den Weg zu machen. Aber sie haben sich dann doch für ein wenig Erholung entschieden.
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| Eintrittskarte |
Also, wie gesagt, Freitag morgen ging es los. Eine gute Stunde von Yaoundé entfernt liegt der "Parc Nantional de la Méfou". (
http://www.apeactionafrica.org/index ) Dies ist ein Projekt zum Schutz von Affen. Die Affen, die dort ankommen und leben, wurden aus Gefangenschaft, Elend, Misshandlung befreit oder verletzt gefunden, nachdem beispielsweise Eltern umgebracht wurden. Die Schicksale sind zahlreich und traurig. Denn wenn man einmal bedenkt, wie ähnlich uns diese Wesen sind... Unbegreiflich. Ein großes Problem liegt darin, daß diese Affen als Buschfleisch gejagt werden. Und als große Delikatesse werden sie an reiche Afrikaner weltweit verkauft. Der Handel ist zwar verboten, bringt aber gutes Geld. Selbst hier in Yaoundé findet man bei Nachfrage einen "offiziell inoffiziellen" Schwarzmarkt für Buschfleisch jeglicher Sorte.
Nun denn, in diesem Park leben Schimpanzen, Mandrill-Affen, Drill-Affen und Gorillas. Es gib ganz kleine und ganz Große von jeder Sorte. Sie werden artgerecht in großen Naturgehegen mit vielen Möglichkeiten zum Verstecken, Klettern und Toben gehalten. Die ganz kleinen Schimpansen wachsen mit einem menschlichen Papa auf, der rund um die Uhr mit den Tieren zusammenlebt. Bis sie ein bestimmtes Alter erreichen, dann dürfen sie in eines der großen Gehege.
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Die kleinen Schimpansen mit ihrem menschlichen Papa
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Die Arbeit ist beeindruckend. Die ersten 90 Tage sind die Neuankömmlinge in Quarantäne, denn oft weiß man nicht viel über ihre Schicksale, welche Krankheiten sie sich vielleicht eingefangen haben. Die Tiere sind oft extrem unterernährt und dehydriert. Da ist es durchaus nachzuvollziehen, dass der Eintritt für dieses Projekt 7500CFA beträgt. Mit diesem Geld werden Nahrung und Medikamente für die Tiere gekauft. Und der Park wird in Stand gehalten. Seit 11 Jahren versucht diese Organisation, offizieller Nationalpark zu werden. Aber die landesinternen Problem erschweren einfach alles.
Es gibt viele Freiwillige, die für 3-6 Monate in diesem Projekt mitarbeiten. Also falls sich jemand von euch dafür interessiert, ich kann es nur empfehlen! Ich habe eine junge Deutsche dort getroffen, die sichtlich beeindruckt von der Arbeit und dem Projekt war.
Wir haben den ganzen Vormittag in dem PArk verbracht. Vor allem die Gorillas waren sehr angetan von der kleinen Zélie. Die Schimpansen haben nur Unsinn im Kopf gehabt. Und ihre liebste Aktion ist es, die
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Es besteht Ähnlichkeit, oder?
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Besucher nah an den Zaun kommen zu lassen, um sie dann anzupinkeln oder mit Exkrementen zu bewerfen. Dann ertönt ein lautes und fast hämisches Lachen.
Nach einem ausgiebigen Picknick im Park mit Brötchen, Salat, Paté, deutschem Käse, TopPampelmousse und Wein fuhren wir weiter Richtung Kloster. Das Kloster Obout liegt etwa eine halbe Stunde von dem PArk entfernt in weiter Abgeschiedenheit. Wir wurden schon erwartet, haben unsere Zimmer bezogen und uns erst einmal ausgeruht, denn es war doch ziemlich warm. Den Nachmittag haben wir mit lesen, entspannen, die Stille genießen und Spaziergang verbracht. Ein wirklich angenehmes Plätzchen dort.
Zum Abendessen wurden wir fürstlich bewirtet: Suppe, Salat, Kartoffeln in Tomatensauce, Fisch, Reis in Tomatensauce und Papayakompott. Hmmmmm... Um 21 Uhr ging es ab in die Federn mit einem guten Buch. Die Nacht wurde unterbrochen und einem heftigen Gewitter mit lang anhaltendem Regen.
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| Zumindest in der Ausdrucksweise :) |
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| und im Anfangsstadium ist die Ähnlichkeit enorm :D |
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| Suchbild... Der Affe wollte sich eigentlich anschleichen - vergeblich... |
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| Mandrill-Affe, der uns die Zähne zeigte... |
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| Schimpansen-Suchbild. Dies ist das Gehege für die Großen. |
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| Picknick mit deutschem Käse. Luxus :) |
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| Der Weg zum Kloster Obout... |
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| Mutter Gottes auf dem Weg :) |
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| Der Klostergarten des Gästehauses. |
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| unser Auto vor dem Kloster... |
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| Die Nacht bricht herein... |
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