Montag, 10. Januar 2011

Malaria

So eben kommt Manu nach Hause. Er hatte die letzten zwei Nächte extrem Schüttelfrost und heute morgen hoch Fieber. Aber er ist trotzdem zur Arbeit gegangen, da er die Klasse nur einmal pro Woche eine Stunde hat und sie im Lernstoff hinter den anderen Klassen zurückliegen. Danach ist er zum Arzt für eine Blutprobe. Diese brachte das freudige (räusper) Ergebnis einer Malaria... Zum Glück habe ich in Emsdetten einen wirklich tollen Arzt, der mich auf alle möglichen Erkrankungen hier in Kamerun vorbereitet hat. So auch auf Malaria. Ich wußte also vorher, daß diese Krankheit unter Umständen tödlich enden kann. Trotzdem ist es dann ein komisches Gefühl, wenn jemand, der einem so nahe steht, plötzlich erkrankt. Und um so besser zu wissen, dass wir uns hier in einer Situation befinden, in der wir trotzdem die Möglichkeit haben, schnell an gut wirksame Medikamente zu gelangen - im Gegensatz zu dem Großteil der kamerunischen Bevölkerung. Und so wie es aussieht, hat Manu sich in unserem Weihnachtsurlaub infiziert, also in Limbé oder Buéa... Also Augen zu und durch. Wir werden es überstehen :)
Lasst es euch gut gehen, passt auf euch auf.

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