Donnerstag, 6. Januar 2011

Müll

Fragt ihr euch manchmal, was mit eurem Müll geschieht, der so produziert wird? Also ich nicht mehr ;) Klar, auch hier gibt es die Müllabfuhr, die sich wirklich bemüht, die Müllberge regelmäßig abzufahren. Dann gibt es noch die Menschen in den orangfarbenen Anzügen mit den Schutzmasken über Mund und Nase und der grünen Mülltonne plus Besen und Zange im Schlepptau. Sie verbringen den lieben langen Tag damit, die Strasse zu reinigen. Das geht alles seeeeeehr seeeeehr langsam - aber es geht. Dann gibt es noch öffentliche grüne Müllcontainer. Das Problem an manchen Müllcontainern ist, daß sie einen Deckel haben. Diesen müsste man hochklappen, um den Müll HINEIN werfen zu können. Allerdings scheinen viele Mitbürger und Mitbürgerinnen dieses Prinzip noch nicht verstanden zu haben. Aber es gibt ja Alternativen: den Müll vor, hinter neben oder auf dem Container abladen. Geht alles... Oder als letzte Möglichkeit, die häufig genutzt wird aber ich behaupte mal weniger, als beispielsweise in Angola, den freien Platz beim Nachbarn nutzen, um den Müll zu verbrennen. Da spricht ja auch nicht unbedingt was gegen, wenn es Schnittreste von Bäumen, Unkraut oder sonstiges ist. Wenn dann aber der Geruch nach Plastik rüberweht oder nach Gummi, da wird es dann schon etwas ungemütlicher, wenn man der Nachbar ist. Wenn man dann auch noch der Nachbar von mehreren dieser diese Alternative der Müllentsorgung nutzenden Mitmenschen ist, dann wirds manchmal ganz schön nebelig und stinkig. Und dann stellt sich im Nachhinein die Frage: was macht man mit Müll, der NICHT brennt? Auch dafür gibt es eine Lösung: liegenlassen... Ihr seht, so schwierig ist es gar nicht, seinen Müll loszuwerden. Und irgendwas passiert schon mit ihm und wenn er halt beim Nachbarn liegenbleibt, vor sich hinrottet oder auch nicht und tagsüber in der Sonne rumstinkt. Gibt der ganzen Großstadtatmosphäre ein gewisses Flair :) Jetzt wisst ihr auch, warum die Menschen in ihren orangefarbenen Uniformen Schutzmasken über Mund und Nase tragen, wenn sie die Strassen Yaoundés reinigen... Nur als kleine Info: wir sind so ein Nachbar:
Das Glück wat, das der Wind nicht in unsere Richtung ging... Aber rechts davon, direkt hinter unserer Mauer (also an der Straße) war parallel noch ein derartiger Müllverwertungsprozess in vollem Gange - zu unserem Nachteil...

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